Zum Thema

Pressemitteilung: "Der Umzug der Universität Frankfurt ist ein Debakel"

20.12.2011 | Der AStA der Universität Frankfurt kritisiert die Universitätsleitung und das Land Hessen scharf für die mangelhafte Umsetzung des Umzugs auf den I.G.-Farben-Campus (Presse) [mehr]

Pressemitteilung: Neuwahl des AStA- Vorstandes

20.12.2011 | Auf der morgigen Stupa-Sitzung möchte die aktuelle Koalition des AStA mit Unterstützung von Stimmen aus der Opposition einen neuen Vorstand wählen. (Presse) [mehr]

Pressemitteilung: Kein Sexismus an der Hochschule - Keine sexistische Wahlwerbung

19.12.2011 | Der AStA wendet sich gegen die sexistische Wahlwerbung des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) sowie der Liberalen Hochschulgruppe (LHG). (Presse) [mehr]

Aufruf zur Vollversammlung am Dienstag, den 03.11.2009 - 12.00uhr - vor dem Studierendenhaus, Campus Bockenheim!

31.10.2009: Der UN-Pakt für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte bestimmt eindeutig:

Artikel 13

(1) Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht eines jeden auf Bildung. Sie stimmen überein, dass die Bildung auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und des Bewusstseins ihrer Würde gerichtet sein und die Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten stärken muss. Sie stimmen ferner überein, dass die Bildung es jedermann ermöglichen muss, eine nützliche Rolle in einer freien Gesellschaft zu spielen, dass sie Verständnis, Toleranz und Freundschaft unter allen Völkern und allen rassischen, ethnischen und religiösen Gruppen fördern sowie die Tätigkeit der Vereinten Nationen zur Erhaltung des Friedens unterstützen muss.

(2) Die Vertragsstaaten anerkennen, dass im Hinblick auf die volle Verwirklichung dieses Rechtes ...

(c) der Hochschulunterricht auf jede geeignete Weise, insbesondere durch allmähliche Einführung der UNENTGELTLICHKEIT, jedermann gleichermaßen entsprechend seinen Fähigkeiten zugänglich gemacht werden muss; …

Im Juni 2009 gingen erstmals über 270.000 Schüler_innen und Studierende in der Bundesrepublik gemeinsam für freie Bildung auf die Straße.
Der bildungsstreik2009.de [Bundesweite Bildungsstreik 2009] entstand aus der Kritik am deutschen / europäischen Bildungssystem und wurde zu einem Appell für ein gesellschaftliches Bewusstsein dafür, dass Demokratie nur dann legitim ist, wenn alle teilhaben - auf allen Ebenen!
Seit 2006 haben in Hessen und insbesondere an den Frankfurter Hochschulen Studierende auf ihr Recht auf Mitbestimmung verzichtet. Sind sie deshalb undemokratisch? Nein! Sie verstehen es scheinbar nicht.
Im Jahr 2006, im "Summer of Resistance", gingen wir geschlossen auf die Straße um die Einführung der Studiengebühren in Hessen mit aller Vehemenz zu verhindern.
Und wir haben es geschafft!
Seitdem hat die schwarz-gelbe Regierung in Hessen ihren Entwurf des neuen Hessischen Hochschulgesetzes (HHG) in den Landtag eingebracht, in Deutschland wurde eine neue ebenfalls schwarz-gelbe Regierung gewählt und mitten in Europa brennt die Wiener Uni.
Geht uns das nichts an, weil wir nicht in Hessen studieren, weil wir nicht in Deutschland leben oder weil wir nicht vom europaweiten Bologna-Prozess betroffen sind?
Die Hessische Landesregierung führt mit ihrer geplanten Novellierung des HHG eine radikale Entdemokratisierung, Dequalifizierung, Privatisierung, Elitisierung und Ausdifferenzierung in den intellektuellen Epizentren, den Hochschulen, herbei.
Die deutsche Bundesregierung führt mit ihrem Koalitionsvertrag eine radikale Entdemokratisierung, Dequalifizierung, Privatisierung, Elitisierung und Ausdifferenzierung in der gesamten Gesellschaft herbei.
Studierende in ganz Europa organisieren sich und wehren sich gegen diese Entwicklung, die dauerhaft eine Entsolidarisierung der Gesellschaft herbeiführen und somit auch Konsequenzen für nachfolgende Generationen haben wird.
Und das geht uns alle an!

Wenn wir alle verstehen, dass nur freie Bildung den Menschen zur Mündigkeit erzieht, dann kämpfen wir für offene Hochschulen, sowie für ihre Redemokatisierung.
Wir kämpfen für die Möglichkeit zur freien Entfaltung im Studium und wir kämpfen für eine Hochschule, die dem Anspruch, Wissenschaft zum Wohle der Gesellschaft zu lehren und zu praktizieren, gerecht wird.
Wenn wir alle verstehen, dass alles Öffentliche auch uns alle betrifft, dann mischen wir uns ein und wehren uns gegen jeden und alles was versucht uns unserer Mündigkeit zu berauben.
Wenn wir alle verstehen, dass der Protest der Studierenden in Frankreich, in Österreich, in Italien, in Spanien etc. ein Zeichen dafür ist, dass sie es bereits verstanden haben, dann solidarisieren wir uns und schließen uns dem Protest an.

Wir werden uns Freiraum erkämpfen um das zu bewahren, was uns unsere Stimme verleiht. Wir werden uns weiter vernetzen, solidarisieren und aufdecken, wo und wann immer uns unser Menschenrecht auf Bildung verwehrt wird.
Wir müssen uns neu organisieren, neu diskutieren und konstruieren. Wir müssen Gerechtigkeit fordern, sie definieren und lehren. Wir müssen informieren, aufklären und partizipieren. Wir müssen anklagen, argumentieren und überzeugen. Wir müssen daran glauben und erklären, dass und wie es auch anders geht. Wir müssen uns und andere bilden.
Und dann werden wir es erleben!

Unis den Studis!
Für ein selbstbestimmtes Leben!
Für Solidarität und freie Bildung!




Dienstag, 03.11.2009, 12.00Uhr
Campus Bockenheim
Vollversammlung


"Der Grundgedanke der Demokratie als einer Lebensform lässt sich... als die Notwendigkeit beschreiben, dass jeder mündige Mensch jene Werte mitprägen muß, die das Zusammenleben der Menschen bestimmen. Und dies ist sowohl für die allgemeine gesellschaftliche Wohlfahrt wie auch für die vollständige Entfaltung der Menschen als Individuen notwendig." (John Dewey)

Euer AStA